Demokratie. Das groe Geschenk der alten Griechen an die Menschheit. Alle durfen mitbestimmen, alle haben eine Stimme - oder? Falsch. Komplett falsch. Frauen? Ausgeschlossen. Sklaven? Sowieso. Auslander? Keine Chance. Von den vielleicht 300.000 Menschen in Athen durften gerade mal 30.000 bis 40.000 wirklich mitentscheiden. Willkommen in der griechischen "e;Demokratie"e;, wo Volksherrschaft ein sehr, sehr exklusiver Club war. Dieses Buch geht dorthin, wo es unbequem wird: zu der Wahrheit hinter dem glorifizierten Bild der athenischen Demokratie. Keine idealisierten Erzahlungen uber philosophische Debatten auf der Agora, keine romantisierten Darstellungen aufgeklarter Burger. Stattdessen: Ein intensiver Einblick in die brutalen Ausschlussmechanismen, politischen Machtkampfe und strukturellen Widerspruche eines Systems, das sich "e;Demokratie"e; nannte, aber nur fur eine winzige Elite funktionierte. Du erfahrst, wie politische Entscheidungen wirklich getroffen wurden, welche Rolle Manipulation und Rhetorik spielten und warum selbst unter den "e;privilegierten"e; Burgern standig Chaos herrschte. Ostrakismos politische Verbannung per Abstimmung. Demagogen, die Massen aufhetzten. Kriege, die per Handzeichen entschieden wurden. Das ist keine Lobpreisung der Antike. Das ist eine ehrliche Exploration eines Systems, das gleichzeitig revolutionar und erschreckend begrenzt war. Kein idealisiertes Demokratie-Marchen. Sondern ein ungeschonter Blick auf eine politische Ordnung, die ihrer Zeit voraus und gleichzeitig hoffnungslos ungerecht war.