Studienarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Padagogik - Schulpadagogik, Note: 1,3, Friedrich-Alexander-Universitat Erlangen-Nurnberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Reformpadagogik bezeichnet einen zeitlichen Abschnitt, von 1890 bis in Deutschland 1919, in dem sich international verschiedene Ideen zur Reformierung des Schulwesens und der Erziehung entwickelt haben. Diese Ansatze sind keineswegs einer homogenen Theorie zuzuordnen, sondern vielmehr als eine Sammlung von Reforminitiativen unter dem Begriff der Reformpadagogik zusammengefasst. Die Geschichte der Reformpadagogik begann allerdings schon lange bevor dieser Zeit. Die Konzepte der einzelnen reformpadagogischen Stromungen greifen oft Ideen fruherer PadagogInnen auf und fuhren diese fort, eine sogenannte "e;Reformpadagogik vor der Reformpadagogik"e;. Zu nennen waren hier bspw. Rousseau mit seinem Buch Elise, Pestalozzi mit dem Konzept "e;lernen mit Kopf Herz und Hand"e; sowie Comenius, aber auch Frobel mit seiner harmonischen Bildung der Geisteskrafte. Nur warum lie eine starke Bewegung in der Padagogik so lange auf sich warten? Durch die industrielle Revolution, aber auch anderer bedeutender Epochen kam es zu einem allgemeinen Unbehagen in der breiten Gesellschaft in allen Schichten. Die Folgen der raschen Industrialisierung und Technisierung der Unterhaltungsindustrie, der Urbanisierung und der Massenzivilisation wurden von vielen Menschen als eine Bedrohung und Bedruckung wahrgenommen, der man sich stellen musste. Hieraus entstanden die Ausloser der reformpadagogischen Bewegung, zu denen vor allem die padagogisch bedeutsamen Bewegungen, wie die sozialen Bewegungen, die Frauenbewegung sowie die Jugendbewegung.