Ein verkannter Soldatenkaiser - Valerians Politik als Weg aus der Krise Im Jahr 260 wurde Kaiser Valerian vom Sasanidenkonig Shabuhr I. gefangengenommen - die bis dahin grote Demutigung des romischen Kaiserreiches. Valerian galt daher sowohl in der antiken Uberlieferung als auch in der modernen Forschung als passiver und unfahiger Herrscher, dem es nicht gelang, den Problemen der Krise des 3. Jahrhunderts zu begegnen. Doch der Kaiser war durchaus ein fahiger Monarch. Es gelang ihm in mehreren Bereichen, bestehende Strukturen aufzubrechen und so den Weg fur tiefgreifende innere Reformen zu ebnen, die das romische Kaisertum stabilisierten. Valerian etablierte zudem eine Dynastie, die 15 Jahre das Reich regierte, was in der wechselvollen Soldatenkaiserzeit ohne Parallele blieb.