Der Band untersucht die vielfaltigen Korrespondenzen von utopischen Entwurfen und apokalyptischen Vorstellungen. Die geschichtsphilosophische Utopie der Moderne hat das heilsgeschichtliche Denken sakularisiert und zugleich die Jahrtausende alte klassische Utopietradition der statischen Gegenmodelle weitgehend suspendiert. Der Begriff erweiterte sich zu einer anthropologisch begrundeten Kategorie von Hoffnung schlechthin, mutierte zum Geist der Utopie (Bloch), bis die Diktaturen des 20. Jahrhunderts mit ihren -todlichen Utopien- aus Terror, Krieg und Volkermord den Begriff und die Vision eines irdischen Glucksentwurfs so diskreditierten, dass das Ende des utopischen Zeitalters (Fest) konstatiert werden konnte. Seitdem haben -Apokalypsen- Konjunktur. Mit Beitragen von: Moritz Baler, Lucas Marco Gisi, Werner Hofmann, Alexander Honold, Richard Saage, Armin Senser, Reto Sorg, Klaus Vondung, Stefan Bodo Wurffel u.a.