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The Qur'an's Legal Culture
Tallenna

The Qur'an's Legal Culture

Der Qur'an betont rituelle Reinheit und die Rolle Jesu als Geber von Gottes positivem Gesetz, und bewahrt damit Aspekte einer früheren Jesus-Bewegung, die von den meisten christlichen Gruppen abgelehnt wurden. Sehr viele der vom Qur'an erlassenen Gesetze sind eng verwandt mit den Gesetzen und Erzählungen der Didaskalia Apostolorum, einer spätantiken Kirchenordnung, die allerdings die im Qur'an festgehaltenen Reinheitsgebote explizit verwirft. Die konzeptuelle Nähe der zwei Texte manifestiert sich durch gemeinsame rechtsgeschichtlichen Erzählungen über die Israeliten und über Jesus; weiterhin hat das juristische und theologische Vokabular des arabischen Qur'ans gleichermaßen viel mit der syrischen (christlich aramäischen) Version der Didaskalia gemein. Allerdings "basiert" der Qur'an keinesfalls direkt auf der Didaskalia. Vielmehr teilen die Gruppen, an die die beiden Texte adressiert sind, rituelle Praktiken und einen oralen Diskurs, in dessen Kontext hier beide Texte gelesen werden. Holger M. Zellentin beschreibt die den beiden Texten gemeine Rechtskultur; sie bietet neue Einsichten in das spätantike Juden- und Christentum, die Kontinuität der judenchristlichen Gesetze und Erzählungen über das vierte Jahrhundert hinaus, und die Gemeinschaft, an die der Qur'an zuerst adressiert war.
Alaotsikko
The Didascalia Apostolorum as a Point of Departure
ISBN
9783161527203
Kieli
englanti
Paino
276 grammaa
Julkaisupäivä
16.12.2013
Kustantaja
Mohr Siebeck
Sivumäärä
312