Justin J. White schlägt vor, die Beziehung zwischen Bild und Text im alten Israel neu zu konzeptualisieren und beide Medien als gemischte Medien zu charakterisieren. Er argumentiert, dass Texte Bilder als Kernbestandteil ihrer Rhetorik hervorriefen - was er als "Poetik der Visualität" bezeichnet. Anhand von drei textspezifischen Achsen der visuellen Rhetorik - Ekphrasis, visuelle Vorstellungskraft und materielle Handlungsfähigkeit - demonstriert er, wie alte israelitische Bilder und Texte durch Metapher, Gleichnis und Synekdoche dargestellt werden und repräsentativ für die im alten Nahen Osten endemische Metaphysik sind.