Standards vermitteln die Beziehungen zwischen Menschen, Dingen und Zeichen - besonders wirksam dort, wo sie nicht als Konvention, sondern als naturlich erscheinen. Prozesse der Standardisierung und Naturalisierung gewinnen in modernen Gesellschaften zunehmend an Relevanz, sei es im Bereich der Okonomie, des Selbstmanagements oder der (Lebens-)Wissenschaften. Verfahren der Standardisierung und der Naturalisierung stehen dabei in einem systematischen Verhaltnis, sie erscheinen als komplementare Operationen, durch die kulturelle Praxen, Wahrnehmungen und Technologien in einen Zustand der Selbstverstandlichkeit ubergehen. Aus medien- und kulturwissenschaftlicher Perspektive suchen die Beitrage des Bandes die Auseinandersetzung mit aktuellen und historischen Phanomenfeldern sowie mit ubergreifenden theoretischen Konzeptualisierungen.