Gegensatz oder sich erganzende Konzepte? Antagonisten oder Partner? Das Begriffspaar "Stadt und Adel", seine vielschichtigen Assoziationen sowie Verbindungen und auch die damit zusammenhangenden gesellschaftlichen Kategorien und Modelle von Burgertum, Eliten und adeligem Selbstverstandnis stehen seit langerem im Fokus der historischen Forschung. Wahrend Stadt und Adel traditionell gerne als Gegensatze gesehen wurden, hat die jungere Forschung verstarkt die engen Verflechtungen zwischen Stadt und Adel vom Mittelalter bis zur Fruhen Neuzeit herausgearbeitet. Dies zeigt, dass ein differenzierter Blick auf das komplexe wechselseitige Verhaltnis und die verschiedenen Handlungsfelder stadtischer und adliger Akteure notwendig ist, welcher alte Klischees aus dem Weg raumt. Die Beitrage dieses Bands liefern zahlreiche neue Perspektiven auf das Verhaltnis von Stadt und Adel und verdeutlichen, dass es beides gab: Kooperation und Konflikt.