Liebe Lesende,als Kind verbrachte ich Stunden damit, auf den winzigen Bildschirm eines Gameboys zu starren und unermudlich auf den Tasten herumzudrucken, um Super Mario oder Tetris zu spielen. Mathematik kam mir dabei uberhaupt nicht in den Sinn. Als junge Erwachsene horte ich dann erstmals von der Spieltheorie: eine Disziplin, mit der sich optimale Spielstrategien entwickeln lassen; etwa, um moglichst erfolgreich bei Monopoly abzuschneiden (kaufen Sie die orangefarbenen Stra en!). Auch damals habe ich unterschatzt, wie sehr Mathematik und Spiele zusammenhangen. Ein erstaunliches Beispiel dafur ist Dobble: Es besteht aus 55 Karten mit je acht Symbolen, wobei zwei Karten immer genau ein gleiches Symbol haben. Jeder, der Dobble kennt, wei : Um so ein Spiel zu entwerfen, braucht man Mathematik. Und auch die Komplexitat von Spielen lasst sich mathematisch bewerten - und das fuhrt zu Uberraschungen: Hatten Sie erwartet, dass Candy Crush zu den komplexesten Spielen zahlt?Viel Spa beim Lesen (und vielleicht auch beim Spielen?) wunscht Ihnen Manon Bischoff.