Bachelorarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein, Note: 1,7, Universitat Siegen (Fakultat 1), Veranstaltung: Medienwissenschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Verhaltnis von Onlinemobbing in den sozialen Medien und dem modernen Netzfeminismus. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern der heute stark prasente Netzfeminismus eine Reaktion auf gegen Frauen gerichtetes Mobbing in den sozialen Medien darstellt. Dabei soll aufgezeigt werden, welche Besonderheiten bei digitalen Gewaltprozessen durch die Nutzung von sozialen Medien gegenuber herkommlichem Mobbing entstehen konnen. Um gegen Frauen gerichtetes Onlinemobbing anhand eines aktuellen Fallbeispiels zu konkretisieren, soll der mutmaliche Suizid von Model Kasia Lenhardt als Folge von extremem offentlichen Onlinemobbing im Februar 2021 betrachtet werden. Dabei soll betrachtet werden, in welchem Verhaltnis die beiden Phanomene zueinander stehen und inwiefern Wechselwirkungen bestehen. Abschlieend soll ein zusammenfassendes Fazit der Ergebnisse sowie ein moglicher Ausblick fur die weitere Entwicklung der Thematik formuliert werden. Mit der zunehmenden Alltaglichkeit des Internets in allen Lebensbereichen nehmen gesellschaftliche Prozesse innerhalb der digitalen Welt eine immer gro er werdende Rolle ein. Ein wesentlicher Aspekt dieser Entwicklung ist, dass das Internet eine Plattform zur freien Meinungsau erung bieten soll. Hierbei besteht neben zahlreichen Chancen von Informations- und Kommunikationstechnologien jedoch auch ein erhohtes Missbrauchspotenzial in Bezug auf digitale Gewalt. Besonders bei Jugendlichen haufen sich die Vorfalle von digitalen Gewaltangriffen. In der scheinbaren Anonymitat des Internets werden gewaltbereiten Tatern mehr Moglichkeiten geboten, diese Gewalt zu praktizieren und diffamierende Inhalte zu verbreiten. Der starke Distributionscharakter des Internets und insbesondere der sozialen Medien kann im Gegensatz dazu aber beispielsweise auch genutzt werden, um feministische Netzwerke zu verknupfen und ihren Forderungen nach Emanzipation und Gleichstellung Gehor zu verschaffen.