Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Soziologie - Kommunikation, Note: 2.0, Universitat Bielefeld, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Relevanz die Vergeschlechtlichung von SprachassistentInnen fur die Gesellschaft hat. Auerdem soll die Idee, dass SprachassistentInnen auch mit Stereotypen arbeiten, die sich negativ auf das Verstandnis von Geschlecht in der Gesellschaft auswirken konnten, anhand von wissenschaftlichen Texten und Theorien zum Thema erlautert werden. Der Nutzen dieser Arbeit liegt in einem reflektierten Umgang mit dem Thema Geschlecht und der Bewusstmachung, dass Sprachassistent*innen, aber auch Roboter und Programme mit dem funktionieren, was der Mensch ihnen "e;beibringt"e;. Sprachassistent*innen halten immer mehr Einzug in den Alltag vieler Menschen und zahlen mittlerweile zu den wichtigsten technischen Innovationen seit der Einfuhrung von Smartphones. Die Spannweite von technischen Geraten, die mit Voice Personal Assistants ausgestattet werden, ist gro und nimmt stetig zu, sie reicht von Kuchengeraten uber Autos bis hin zu sogenannten "e;Smart-Homes"e;. Durch Spracherkennung und -ausgabe wird es dem Nutzer moglich, technische Gerate per Sprachbefehl zu steuern oder sogar ein Gesprach mit ihren Voice Personal Assistants zu fuhren. Auffallig ist, dass die meisten Sprachassistent*innen mit einer weiblichen Stimme voreingestellt sind. Zu den bekanntesten Sprachassistentinnen zahlen Siri von Apple, Cortana von Microsoft und Alexa von Amazon. Es werden Auszuge aus technischen Berichten und Studien zu Sprachassistent*innen und wissenschaftliche Artikel mit Ansatzen der Geschlechtswissenschaften verknupft, um deutlich zu machen, wie Sprachassistent*innen ein Geschlecht zugewiesen wird. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der besonderen Relevanz des Geschlechts von Sprachassistent*innen, da die Gestaltung von Sprachassistent*innen sich wiederum auf die Gestalt unserer Gesellschaft auswirkt und somit massive Veranderungen in unseren bestehenden Kommunikations- und Wertesystemen entstehen, deren Folgen in Bezug auf die Geschlechtergerechtigkeit sowohl positiv als auch negativ sein konnen.