Zum ersten Mal wird Sigmund Freuds zentrales Werk "Das Unheimliche" (1919) nicht nur von psychoanalytischer und literaturwissenschaftlicher, sondern zugleich von kulturgeschichtlicher Seite aus kritisch gesichtet. Dabei werden Freuds Thesen fA"r die Erforschung von reichhaltigem Material aus bildender Kunst und Literatur gewinnbringend angewendet. Das Spektrum reicht von der franzAsischen Malerei und Literatur des 19. Jahrhunderts A"ber Symbolismus und Surrealismus bis hin zur zeitgenAssischen Kunst. Doch auch sozialhistorisch bedeutsame PhAnomene, wie die Ausbildung autoritArer Mythen im kreativen Kontext und die Rezeption des kA"nstlerischen Schaffens psychisch Kranker, werden auf Aspekte des Unheimlichen hin untersucht.