Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Sport - Bewegungs- und Trainingslehre, Note: 1,7, Georg-August-Universitat Gottingen (Institut fur Sportwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: In Hinblick auf die Trainingspraxis sind viele Trainer und Athleten der Ansicht, dass grundlegende und sportartenspezifische Schnelligkeitsmerkmale genetisch veranlagt seien und somit ein Training zur Verbesserung der Schnelligkeit kaum Einfluss hatte. So steht also die Frage im Raum, ob Schnelligkeit durch Talent bestimmt wird oder durch Trainingsleistungen erzielt werden kann. Um einen langfristigen Leistungsaufbau in dieser Hinsicht realisieren zu konnen, mussen die Grundlagen jedoch bereits im Kindes- und Jugendalter geschaffen werden. In dieser Arbeit wird aus diesem Grund besonders auf die Entwicklung der Schnelligkeit in dieser Lebensphase eingegangen. Es stellt sich im Leistungssport zudem die zentrale Frage, inwiefern Schnelligkeit ein Talentkriterium ist. Dazu wird darauf eingegangen, inwieweit Schnelligkeit als Voraussetzung fur Bestleistungen gilt. Viele Komponenten rund um den Begriff Talent sollen deshalb genauer betrachtet werden und in Zusammenhang mit der Trainierbarkeit von Schnelligkeit gebracht werden. In so ziemlich jeder Sportart spielt Schnelligkeit eine wesentliche Rolle und entscheidet uber Sieg oder Niederlage. Fest steht allerdings auch, dass die Gewichtung von Schnelligkeitsmerkmalen in jeder Sportart anders gestaltet ist und so z.B. die Sprintfahigkeit beim Fu ball einen hoheren Stellenwert erlangt als beim Ausfuhren eines Kopfstandes. In der Trainingspraxis wird der Verbesserung der Schnelligkeit jedoch meist zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Doch dabei sind es gerade schnelle Aktionen und Reaktionen, die entscheidende Faktoren fur Hochleistungen sind.