Seit 1997 veranstaltet der Arbeitskreis Sachunterricht am Fachbereich Erziehungswissenschaften
der Johann Wolfgang Goethe - Universität Frankfurt am Main Tagungen mit
dem Reihentitel: "Sache(n) des Sachunterrichts." Ein Anlass, die Tagungsreihe
zu beginnen, war die Einführung des Studienganges Sachunterricht im Rahmen
der Lehrerbildung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am
Main. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, den Beitrag der einzelnen Wissenschaften
für ein transdisziplinäres Fach genauer zu bestimmen. Als aufzuarbeitendes
Problem wurde vor allem eine Tradition der Didaktik des Sachunterrichts
angesehen, nach der die Beziehung zwischen "Kind" und "Sache" sich gewissermaßen
als "bricolage" darstellt, wobei die Regeln nach denen eine Beziehung zwischen
beiden gesucht wird, weniger theoretisch fundiert schienen und sich vielmehr
auf historisch gewachsene Traditionen beriefen. Aus dieser Sicht weiß die
Didaktik des Sachunterrichts schon immer, was ein Kind ist und was die
Sache ist. In dem Versuch, zwischen beiden eine Beziehung herzustellen,
wurden beide aus dem Blickwinkel der notwendigen Beziehung konstruiert.
Aus dem Unbehagen an dieser Gewohnheit resultiert das inhaltliche Programm
und auch die Tagungsform.