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Radikalisierte Misogynie als Ideologie im digitalen Raum
Radikalisierte Misogynie als Ideologie im digitalen Raum
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Radikalisierte Misogynie als Ideologie im digitalen Raum

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Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Medien, Kommunikationswissenschaft, Publizistik, Note: 1.3, Universitat zu Koln, Sprache: Deutsch, Abstract: 2024 wurde in Deutschland fast taglich ein Femizid verubt, alle drei Minuten erlebt eine Frau hausliche Gewalt und taglich werden mehr als 140 Frauen Opfer einer Sexualstraftat. Jede dritte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen. Diese Fakten verdeutlichen, dass Frauenfeindlichkeit kein Randphanomen ist, sondern ein in der Gesellschaft tiefsitzendes Problem. Es ist folglich dringend erforderlich, nicht nur das Ausma dieser Gewalt sichtbar zu machen, sondern auch ihre ideologischen und digitalen Nahrboden in den Blick zu nehmen, um Strukturen dagegen zu entwickeln. Rechtsextrem und misogyn motivierte Anschlage wie in Isla Vista (2014), Toronto (2018), Plymouth (2021) und Halle (2019) zeigen, dass digitale Subkulturen reale Gewaltakte auslosen konnen. Denn ein gemeinsamer Nenner der genannten Anschlage ist die Frauenfeindlichkeit der Tater, die bereits im Vorfeld in Online-Foren geau ert wurde. Besonders auffallig ist dabei die Ideologie der sogenannten Incels (involuntary celibates, dt. unfreiwillig im Zolibat Lebende), die Misogynie und Gewaltfantasien aufgrund einer sexuellen Unzufriedenheit heraus kultivieren. Spatestens seit der Netflix Serie Adolescence (2025) hat der Begriff Incel auchim gesellschaftlichen Diskurs an Bedeutung gewonnen und die Problematik um digitale Radikalisierung von Mannern im Internet verdeutlicht. Vor diesem Hintergrund stellt die Arbeit die Frage in den Mittelpunkt, wie sich radikalisierte Misogynie als Ideologie im digitalen Raum manifestiert und welche Auswirkungen sie hat. Zur Beantwortung dieser Frage wird zunachst eine theoretische Grundlage geschaffen, indem zentrale Begriffe und Konzepte definiert werden. Darauf aufbauend wird der aktuelle Forschungsstand skizziert, bevor die verschiedenen Erscheinungsformen digitalisierter Misogynie detaillierter analysiert und ihre Folgen untersucht werden. Um die Arbeit nicht ausschlie lich problemorientiert zu gestalten, werden vor dem Fazit mogliche Handlungsoptionen und Praventionsansatze aufgezeigt, die dem Frauenhass entgegenwirken sollen.
Kirjailija
Lilli Messer
ISBN
9783389181720
Kieli
saksa
Julkaisupäivä
30.3.2026
Kustantaja
GRIN Verlag
Formaatti
  • PDF - Adobe DRM
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