Das Verhaltnis von Queerness, Medien und Offentlichkeit hat sich im Zuge der digitalen Medien transkulturell verandert. Ging es in diesem Zusammenhang bisher um das Erstreiten von Sichtbarkeit im offentlichen Raum und um verschiedene Formen von Medienaktivismus, so zeichnen sich gegenwartig Entwicklungen ab, die sich dem Motiv des Zuhauses widmen und negativ konnotierte Affekte zum Reservoir medienasthetischer Interventionen machen. Stefan Schweigler zeigt: Als Infrastrukturen der Sorge halten diese medialen Praktiken wichtige Einsichten fur care-ethisch orientierte Theoriebildungen bereit. Und auch etabliertes medientheoretisches Denken wird durch diese Entwicklungen irritiert, insofern sie zu neuen Konzeptionen des Transgressiven anregen.