Das kolorektale Karzinom ist eines der häufigsten
Karzinome der westlichen Welt. Zur Zeit beschäftigen
sich viele Untersuchungen mit sogenannten
Biomarkern, welche die individuelle Prognose des
Krebspatienten oder die Wirkung der spezifischen
Tumortherapien voraussagen können. Die klassischen
Parameter zur Tumoreinteilung in Form des pTNM-
Stadiums und des Tumorgradings liefern nur
unzureichende Aussagen über die individuelle
Prognose des Patienten. Diese Arbeit beschäftigt
sich mit dem prognostischen Aussagewert und der
Bedeutung einzelner Biomarker für das kolorektale
Karzinom. Ein Kollektiv von 351 Proben, die sowohl
Primärtumore, Metastasen sowie Normalgewebe
enthielten, wurde mittels TMA-Technik
immunhistochemisch auf die Expression spezifischer
Tumormarker untersucht. Ausgewählt wurden Marker,
die schon auf cDNA-Ebene eine differentielle
Expression zu kolorektalem Normalgewebe aufwiesen
und Marker, die aufgrund ihrer Rolle in bestimmten
Signaltransduktionswegen eine Rolle in der
Karzinogenese und Metastasierung des kolorektalen
Karzinoms haben könnten.