Bachelorarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Soziologie - Recht und Kriminalitat, Note: 1,0, Fachhochschule fur offentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Gelsenkirchen (HSPV Dortmund), Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Arbeit ist, zunachst die polizeiliche Fehlerkultur zu ergrunden, die externe Kontrolle und die Kennzeichnungspflicht vorzustellen, einen aktuellen Uberblick uber den Stand in den einzelnen Bundeslandern zu geben und die Fur- und Gegenstimmen abzuwagen. Zum Schluss der Arbeit gilt es dann, naher zu betrachten, inwiefern die - durch eine objektive Kontrolle der Polizei und eine obligatorische Kennzeichnungspflicht realisierbare - Transparenz und Kontrolle polizeilichen Handelns Auswirkungen auf die Fehlerkultur innerhalb der Institution Polizei haben wurden/konnten. Polizeiliches Fehlverhalten kann sich in vielfaltiger Weise zeigen: Sei es durch die Diskriminierung eines Burgers auf Grund seiner Ethnie, Herkunft oder seines Geschlechtes, ungerechtfertigte Gewaltanwendung oder schlichtweg negative Umgangsformen. Entscheidender als das Machen von Fehlern ist jedoch der Umgang mit ihnen: Werden Schlusse aus ihnen gezogen, haben sie Sanktionen fur die Beamt/innen zur Folge oder treten die Fehler erst gar nicht offentlich zu Tage (Stichwort: Mauer des Schweigens)? Probleme in der Publikmachung konnen die fur Burger erschwerte Identifizierung der jeweiligen Polizeibeamt/innen, das Fehlen einer objektiven Beschwerdestelle, mangelnde rechtliche Kenntnisse und/oder schlechte Erfahrungen in diesem Bereich sein. Um dem entgegenzuwirken, haben sich bereits einige Lander Deutschlands fur die Einfuhrung einer individuellen Kennzeichnungspflicht und externer Kontrollinstanzen, zur Entgegennahme von Burgerbeschwerden - und damit einhergehender detektiver Kontrolle (zur Fehlerfindung) sowie praventiver Kontrolle des polizeilichen Handelns (zur Fehlervermeidung) -, entschieden.