Wie erhellen antike Bildzeugnisse neutestamentliche Texte? Die Beiträge dieses Bandes untersuchen methodisch reflektiert frühchristliche Vorstellungen im Kontext der antiken Welt. Verschiedene neutestamentliche Schriften (Synoptische Evangelien, Corpus Johanneum und Paulinum) werden mit antiken Bildzeugnissen ins Gespräch gebracht. Dabei werden unterschiedliche methodische Zugänge aus der Ikonographie in Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit, ihre Grenzen und mögliche Fortschreibungen rezipiert und für die Auslegung der Texte fruchtbar gemacht. Die Essays nehmen aktuelle Positionen aus Kunstwissenschaft und Archäologie auf. Sie reichen von Studien zum Christusbild über die Frage nach dem Jüngerbild bis hin zu der nach dem Bild von Mensch und Welt. Der Band kann als Grundlage für Diskussionen um ikonographische Methoden und Neues Testament dienen.