Der Band wendet sich dem aktuell vernachlassigten Thema des Lehrens zu und fragt, was aus bildungs- und erziehungsphilosophischer Sicht uber das Lehren und sein Verhaltnis zum Lernen zu sagen ist.In der Begeisterung fur 'selbstgesteuertes' oder 'selbstreguliertes' Lernen droht das Lehren aus dem Blick zu verschwinden und damit die Einsicht, dass Lernen immer Lernen von etwas durch jemand bestimmten ist (Kate Meyer-Drawe). Vor diesem Hintergrund thematisieren die Beitrage das Verhaltnis von Lehren und Lernen aus erziehungswissenschaftlicher Sicht. Handelt es sich um eine unauflosliche Einheit oder ware es angemessener, Lehren und Lernen als deutlich voneinander getrennte Vorgange zu begreifen? Und welche Bedeutung kommt dem 'etwas' (Lerngegenstand) und dem 'jemand' (Lehrer) zu, die am Lehr-Lern-Geschehen beteiligt sind? Der Band geht davon aus, dass im Blick auf diese Fragen philosophische Zugange besonders interessant sind, da Philosophen von Augustinus bis Wittgenstein und Ranciere dem Lehren und Lernen Uberlegungen gewidmet haben, deren Bedeutung padagogisch noch lange nicht ausgeschopft ist.