Esther Winther legt eine Arbeit vor, die Aufmerksamkeit beanspruchen kann; denn das von ihr untersuchte Zusammenspiel von 0berdauernder und situations- bundener Motivation Lernprozessen zeichnet sich durch eine K0hnheit der theo- tischen Fragestellung aus, die dann mit grol er Phantasie und mit immensem Fleil bearbeitet worden ist. Neu ist daran die Verkn0pfung von wirtschaftsp dagogischen und p dagogisch-psychologischen Annahmen zur Wirkung von Motivation den beruflichen F chern des Wirtschaftsgymnasiums. Primer geht es darum, motivatio- theoretische Annahmen mit den Ziel- und Inhaltsanforderungen des Betriebswi- schaftslehre- und Rechnungswesenunterrichts so zu verkn0pfen, dass die Sch01- leistungen gesteigert werden kSnnen. AIs zentrales Hilfsmittel hat Frau Winther ein Handbuch for die beteiligten Lehrer sowie Materialien die Scheler entwickelt, denen motivationsfSrdernde und -st0tzende Mal nahmen inhaltsbezogen abgebildet sind. Die entsprechenden Lehr- und Lernbem0hungen und -ergebnisse werden einem Pr -Post-Test-Experimental-/Kontrollgruppen-Design kontrolliert. zeigen sich - wenn man die situationsbezogene Motivation der Lernenden einbezieht - klare Leistungsvorteile for die Experimentalgruppen. Von daher kSnnen die Durchf0hrung und die Ergebnisse dieser Studie als Beleg dafer genommen werden, dass theor- gest0tzt sich bemerkenswerte Fortschritte den beruflichen F chern des Wi- schaftsgymnasiums einstellen kSnnen, wenn die Lernmaterialaufbereitung, ein L- rer- und Sch01ertraining sowie eine angemessene unterrichtliche Umsetzung ine- andergreifen. Somit stellt Esther Winthers Arbeit ein ermutigendes Beispiel for - folgversprechende Reformans tze der kaufm nnischen Ausbildung dar.