Die Gegenwart ist gepragt von einer Pluralitat religioser Bekenntnisse. Tatsachlich scheint sich die Sakularisierung weniger als Ruckgang der Religiositat insgesamt, sondern als zunehmende Pluralisierung des Religiosen zu vollziehen. Politische Gemeinwesen sind herausgefordert, das Zusam-menleben von Angehorigen unterschiedlicher Konfessionen und Religionen im Rahmen einer Religions-politik zu gestalten. Dieser Band versammelt neben empirischen Analysen der religiosen Pluralitat und des Umgangs mit dieser Plu-ralitat systematische Perspektiven aus rechtswissenschaftlicher, politikwissenschaftlicher und politisch-philosophischer Sicht, die verschiedene Moglichkeiten der Gestaltung des religiosen Pluralismus reprasentieren. Auch der Katholizismus - an und fur sich das Paradebeispiel einer einheitlichen Gemeinschaft - war und ist gepragt von einer beachtlichen inneren Pluralitat und hat fruh Konzeptionen des Zusammenlebens in religios pluralen Gesellschaften entwickelt.