Von freundschaftlicher bis zu feindlicher Begegnung, von konstruktivem Austausch bis zu gewaltsamen Konflikten spiegeln sich Momente des Kultur- und Religionskontakts in den sogenannten Missionssammlungen, dem Ergebnis missionarischer Sammlungstatigkeit. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden an vielen Orten in Deutschland und Europa solche Sammlungen und Museen. Sie dienten verschiedenen Zwecken - etwa Werbung fur die Mission, Ausbildung von jungen Missionarinnen und Missionaren, Dokumentation der missionarischen Tatigkeit. In den letzten Jahrzehnten erfahren diese Sammlungen in vielen Fallen eine kritische Befragung und Transformation ihrer Funktionen. Die Beitrage bringen die vielfaltigen Stimmen dieser notwendigen Debatte zusammen und begeben sich auf eine kritische Spurensuche in den Sammlungen - und um die Sammlungen herum.