Mediale Bezugnahmen wie Intertextualitat, Metamedialitat, Translation, Umschrift oder Umkodierung von Text- und Bildformaten koennen als Medienprothetik aufgefasst werden: Wenn Marshall McLuhan Medien grundsatzlich als extensions of man versteht, so beinhaltet dies die zunehmende Ausweitung koerperlicher oder medialer Begrenztheit mittels technologischer Innovationen. Als derart verstandene Prothesen koennen Medien Defizite indes nicht nur kompensieren, es kann auch zu Widerstanden gegen die mediale UEbertragung kommen. Die Beitrage dieses Bandes beleuchten den kulturkritischen Hintergrund der McLuhanschen Medientheorie (Freuds Prothesenlogik), und in zahlreichen Fallstudien loten sie die Bandbreite der medialen Kollisionsmoeglichkeiten an Beispielen aus Literatur, Comic, Film, bildender Kunst, Fotografie, Musik, Theater und Internet aus.