Smarte Maschinen ubernehmen heute Aufgaben, von denen man einst annahm, sie seien ausschliesslich mit menschlicher Intelligenz zu bewaltigen. Sie zwingen uns zu uberdenken, was Intelligenz, Bewusstsein, Personlichkeit bedeuten. Sollen wir sie einburgern und mit ihnen auf Augenhohe verkehren? Das hiesse den traditionellen anthropologischen Ansatz umkehren, in dem der Mensch die Zentralperspektive beansprucht. Nun lernt er sich im Spiegel seiner Artefakte neu kennen und verstehen, so wie er mit der kopernikanischen Wende zu einem neuen Selbstverstandnis fand.> Eduard Kaeser entlarvt den Reiz, Maschinen Bewusstsein zuzuschreiben, und den Fatalismus, der Algorithmen das letzte Wort gibt. Ohne Technikglaubigkeit und Kulturpessimismus laden seine klarsichtigen Essays ein, neu uber den Menschen nachzudenken - und den Einsatz smarter Maschinen verantwortungsvoll zu gestalten.>