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Kulturförderung als Prestigepolitik
Tallenna

Kulturförderung als Prestigepolitik

"Lederk nig", "Herzog von Worms" oder "Moderne Medici", so wurden die nobilitierten Freiherren von Heyl zu Herrnsheim von Zeitgenossen genannt. Es handelte sich teils um Spott, war aber auch Ausdruck von Bewunderung f r die Unternehmerfamilie, die mit ihrer Lederfabrik steinreich geworden war. Die Untersuchung des Aufstiegsmodells der Heyls belegt, wie attraktiv adlige Lebensmuster und aristokratisches Prestige f r finanzkr ftige Gro b rger im Deutschen Kaiserreich waren. Auf der Quellenbasis des Familienarchivs wird die Strategie aufgezeigt, sich durch eine ehrgeizige Netzwerk-, Wohlfahrts- und Kunstpolitik Traditionen anzueignen, die Adlige im Lauf von Jahrhunderten erworben hatten. Dazu geh rte der Kauf eines Schlosses, die Errichtung einer Grabkapelle, die Stiftung eines Fideikommiss sowie die Erfindung eines eigenen Wappens. Der adlig-b rgerlichen Elitenpraxis folgend f rderten die Heyls zudem Kulturinstitutionen und etablierten sich als Kunstsammler und M zene. Erfolgreich stiegen sie so an die gesellschaftliche Spitze des Kaiserreichs auf, gekr nt durch die Verleihung des hessischen Freiherrentitels.

Kirjailija
Ines Heisig
ISBN
9783110683288
Kieli
saksa
Paino
1016 grammaa
Julkaisupäivä
5.9.2023
Sivumäärä
515