Der Kindergarten ist als gesellschaftlicher Bildungsort eine Kontaktzone unterschiedlich religi s und kulturell gepr gter Menschen. Insbesondere Elementarp dagog_innen sind von g ngigen Homogenisierungssehns chten und Pluralisierungsanspr chen herausgefordert. Sie sollen alle Kinder gleich behandeln und jedes Kind in seiner individuellen Identit tsbildung unterst tzen. Diesem Spannungsverh ltnis widmet sich die vorliegende Studie, indem sie qualitativ gef hrte Interviews mittels einer postkolonial informierten Diskursanalyse im Hinblick auf Machtverh ltnisse, Zuschreibungen und Subjektivierungsvorg nge untersucht. Besonderes Interesse gilt jenen Orten, in denen hegemoniale Normalit tsvorstellungen irritiert werden und diskursive Aushandlungsr ume entstehen. Solche Zwischenr ume, die sich im Pendeln zwischen Homogenisierung und Pluralisierung einstellen, bergen ein Innovationspotential f r aktuelle, migrationsbedingte Fragestellungen, mit denen sich auch Interkulturelle Theologie konfrontiert sieht.