Als Konrad Adenauer 1949 mit 73 Jahren zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewahlt wurde, hatte er zwei Weltkriege erlebt, den Untergang einer Monarchie, das Scheitern einer parlamentarischen Republik und die Herrschaft einer totalitaren Diktatur. Ob die westdeutsche Nachkriegsdemokratie langer Bestand haben wurde, schien keineswegs ausgemacht. Sein Ziel war es daher, sie moglichst rasch und unumkehrbar zu stabilisieren. Diese kompakte Biografie zeichnet ein differenziertes Bild von Adenauers Politik, die bestimmt wurde von den Erfahrungen eines Lebens in Zeiten des Umbruchs.