Diese Arbeit untersucht die Rolle der katholischen Kirche im Spannungsfeld zwischen demokratischen und autoritaren Regimen. Dabei analysiert sie die Positionierung der Kirche gegenuber den Militarregimen in Argentinien und Chile in den 1970er- und 1980er-Jahren. Die Untersuchung beleuchtet Faktoren, die die katholische Kirche beeinflussen und sie trotz der Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils zu unterschiedlichen Haltungen gegenuber autoritaren Systemen bewegen. Mithilfe des Most Similar Systems Design werden sechs zentrale Einflussfaktoren identifiziert, die bestimmen, ob die Kirche autoritare Regime kritisiert, den Ubergang zur Demokratie unterstutzt oder als demokratiegefahrdende Kraft in Erscheinung tritt.