Der Sammelband vereint Beitrage, welche die Themenkomplexe Film, Gender und Jugend als je eigene Formen sozialer Praxis in ihren moglichen Wechselbezugen und Verschrankungen unter die Lupe nehmen. Die AutorInnen beleuchten aus erziehungswissenschaftlicher, medienpadagogischer und bildungstheoretischer Sicht Facetten des Zusammenhangs zwischen Adoleszenz und Geschlecht und ihren medialen Produktionen, Reprasentationen und Rezeptionen. Die einzelnen Beitrage verbindet dabei das Interesse am bildenden Potenzial von Filmen: Die AutorInnen beschreiben Jugend und Erwachsenwerden sowie Geschlecht, Sexualitat und Korper als komplexe und widerspruchliche Felder der Identitatsentwicklung im Kontext einer normativ-binaren Geschlechterordnung und suchen nach Moglichkeiten, diese aktiv und widerstandig zu reflektieren.Dabei setzen sie unterschiedliche Schwerpunkte. Das Spektrum der Betrachtung reicht von Videoclips uber Soaps und Shows bis zu abendfullenden Spielfilmen, von der heteronormativen bis zur Transgender-Perspektive, von der Produktionsasthetik zur Kreativitat der Rezeption und schliet Uberlegungen zur Arbeit mit Filmen in schulischen wie auerschulischen Kontexten ein.