Das Buch zeichnet die 'Erfindung' einer Tradition der Avantgarde quer durch verschiedene historische und regionale Milieus der Moderne und Postmoderne nach. Der Schwerpunkt liegt auf Beispielen im 20. Jahrhundert: Der Berliner Dadaismus um 1920 oder die Bewegungen des europaischen Expanded Cinema und der brasilianischen New Objectivity der 1960er Jahre finden ebenso Berucksichtigung wie neoavantgardistische Praktiken in den Landern des ehemaligen Ostblocks seit 1989 oder der zeitgenossischen Anti-Globalisierungsbewegung. Ziel der Untersuchung ist es, einen veranderten Blick auf Kontinuitaten und Innovationen bezuglich des politischen Gebrauchs von Ironie, Montage oder Verfremdung zu gewinnen.