Die Beitrage dieses Bandes rekonstruieren das komplexe Verhaltnis von Bild und Musik in historischer Perspektive von der fruhen Neuzeit bis in die Moderne.In der alltaglichen Medien- und Werbepraxis werden Bilder von spezifischen Tonsignets unterlegt, um sich dem Kaufinteressenten unausloschlich einzuschreiben. Weiter kommentieren und vertiefen rhythmisierte Musikausschnitte den Fluss laufender Bilder. Dieses Verhaltnis auch im Sinne einer Einheit der verschiedenen Zeichensysteme von Bild und Musik ist, vor allem von den historischen und medialen Voraussetzungen aus betrachtet, nicht fraglos hinzunehmen. Es betont weniger die Ubergangigkeit zwischen den Medien im Sinne einer Synasthesie als vielmehr die Differenz, auf Grund derer erst an den Randern durch einen Uberschuss des jeweiligen Sinns von Horen und Sehen mogliche Beruhrungen zwischen der bildenden Kunst und der Musik entstehen. Dabei ist es die diachrone, dezidiert interdisziplinare Herangehensweise, die eine umfassende Erschlieung des Gegenstands aus kunst- und musikwissenschaftlicher Perspektive ermoglicht.