Jahrhunderte der Kirchenspaltung, und doch stehen hier die Eine Kirche und der Glaube an sie im Fokus des Interesses. Kontroversen zu fuhren, ist dabei nicht nur notwendig, sondern auch fruchtbar. Sie konnen zu einem neuen Blick auf das fuhren, was miteinander verbindet. Diese Ekklesiologie bringt klassische und moderne evangelische und katholische Positionen miteinander ins Gesprach, um der fortschreitenden Fragmentierung der Kirche entgegenzutreten und neue Perspektiven zu eroffnen. Sie geht von den heute noch verbindlichen reformatorischen Bekenntnisschriften aus, erlautert diese durch Ruckbezuge auf Luther und Calvin und sucht durch eingehende Auslegung der ekklesiologischen Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils das gemeinsam Christliche zu finden. Das Gegenuber der Konfessionen wird mit Bereitschaft zur Kontroverse behandelt - aber mit der Absicht, eine einvernehmliche Losung zu finden. Die wichtigsten modernen Gesprachspartner sind dabei u.a. Karl Barth und Edmund Schlink fur die evangelische Perspektive, Hans Urs von Balthasar und Joseph Ratzinger fur die katholische.