Der Band widmet sich einer zeitgemaen Neukonturierung des Archivbegriffs unter besonderer Berucksichtigung der sozialen Medien. Der Paradigmenwechsel, der mit dem Ubergang des Archivs ins Digitale einhergeht, birgt soziokulturelle Problemstellungen, die aus dem Zugewinn an Reichweite, Zuganglichkeit und dem hohen Grad an partizipatorischer Interaktion hervorgehen. Deshalb setzt sich der Band kritisch mit den Funktionen und Bedeutungen des Internets als Raum sozialer Archive, deren Medienasthethik sowie der strukturellen Gewalt der Plattformen des Web 2.0 auseinander. Der dort praktizierte Individualismus und seine Ausdifferenzierungen des Subjekts werden dabei in ihren asthetischen wie politischen Dimensionen betrachtet und als potenzielle Kunstpraxis einer latenten Avantgarde untersucht.