
Hören Und Sprechen Im Krieg
Im Januar 1942 schlug der Sicherheitsdienst des Reichsf hrers SS Alarm: Die Bev lkerung baue sich "ihr Bild" zusammen und bernehme "die unsinnigsten Ger chte" kritiklos. Was der SD als ein Problem wahrnahm, bildet den Ansatzpunkt f r das Buch des Historikers Felix Berge. Er untersucht die Alltagskommunikation in der deutschen Gesellschaft im Zweiten Weltkrieg als Sammlung, Aneignung und Verbreitung von Informationen. Dazu dient eine breite Quellenbasis: Berichte und Schriftverkehr von Beh rden und NSDAP, Gestapo-Ermittlungen und Gerichtsverfahren, Zeitungen und Chroniken, aber auch Tageb cher und Briefe. Wie tauschten sich Menschen unter den Herrschaftsbedingungen des Nationalsozialismus aus? Wie ver nderte sich Kommunikation im Krieg, als das Vertrauen in die Medien zerfiel und die Wahrheit von allen Seiten unter Beschuss geriet? Informelle Kommunikation konnte die Gesellschaft in der Krise strukturieren, verlieh Individuen Souver nit t und war ein berlebensmittel. Wer mehr wusste, besa Vorteile. Doch die Deutschen artikulierten auch ngste und Gewalt, sie sprachen ber Verbrechen und Holocaust. Das NS-Regime bek mpfte diese "Ger chtemacherei" nicht nur, es nutzte informelle Kommunikation in der "Mundpropaganda" auch selbst.
- Alaotsikko
- Informelle Kommunikation Und Handlungsmacht in Der Gesellschaft Des Nationalsozialismus, 1939-1945
- Kirjailija
- Felix Berge
- ISBN
- 9783111655741
- Kieli
- saksa
- Paino
- 1039 grammaa
- Julkaisupäivä
- 4.12.2025
- Kustantaja
- De Gruyter
- Sivumäärä
- 560