Die Beitrage des Buches widmen sich aus unterschiedlichen Perspektiven Nietzsches Deutung der Natur als der "umgesturzten Saule der Geschichte." Sie gehen einerseits Nietzsches physiologischer Uberwindung der neuzeitlichen Asthetik und dem hermeneutischen Spannungsfeld zwischen Kunst und Erkenntnis, homo natura und homo artista, nach. Andererseits klaren sie Nietzsches Grundlehre vom Willen zur Macht als Formgefuge des Lebens. Dabei wird Nietzsches Ort auf dem Hohenweg europaischer Philosophie von den Vorsokratikern bis zu Leibniz und dem Deutschen Idealismus sowie seine lebenslange Auseinandersetzung mit der Weimarer Klassik gleichermassen eingehnd und originell beleuchtet.