Die Anzahl stressinduzierter Erkrankungen wie Burn-out nimmt immer weiter zu. Bislang ist in Deutschland hoechstrichterlich noch ungeklart, wie Burn-out haftungsrechtlich zu bewerten ist. Der Autor untersucht dieses Problem aus multidisziplinarer Perspektive, indem er Burn-out zunachst aus arbeitspsychologischer Sicht beschreibt und sodann sozial- und zivilrechtlich einordnet. Dies geschieht insbesondere unter dem Aspekt, ob Burn-out als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit zu qualifizieren ist. Dabei erarbeitet er mit Ruckgriff auf die japanische Rechtslage zu Karoshi/Karo-jisatsu (Tod durch bzw. Selbstmord wegen UEberarbeitung) verschiedene Loesungsansatze fur den deutschen Rechtskreis sowohl in dogmatischer als auch praxisnaher Hinsicht.