Ausgehend von einer virtuellen Ethnographie untersucht Regina Rogl Online-Ubersetzung als Alltags-, Freizeit- und Unterhaltungsaktivitat. Am Beispiel einer Ubersetzungscommunity beleuchtet sie gemeinschaftsbasiertes Ubersetzen auf virtuellen Plattformen - eine technologievermittelte Form partizipativer Peer-Produktion, die von den einzigartigen Ubersetzungskonzepten engagierter Amateur:innen gepragt ist. Die Studie untersucht das enge Zusammenspiel von Handeln, Vorstellungen und Technik, und fragt: Wie gestalten die Mitglieder der Community ihre Ubersetzungspraxen zwischen Arbeit, Pflicht, Spa und Spiel? Welche Vorstellungen von Ubersetzung und Gemeinschaft pragen ihre Aktivitaten? Und welche soziale Rolle entfaltet Technik hier? Das Buch zeichnet ein vielschichtiges Bild der soziotechnischen Handlungsraume, die die Community fur sich geschaffen hat.