Das Paris und Arles der Impressionisten - eine Welt voller leuchtender Farben, revolutionarer Kunst und leidenschaftlicher Kunstlerseelen. Doch hinter den strahlenden Sonnenblumengelben und dem intensiven Preuischblau verbergen sich dunkle Geheimnisse und todliche Intrigen. Leon Marek Faber entfuhrt seine Leser in die atmospharische Welt des ausgehenden 19. Jahrhunderts, als die Impressionisten mit ihrer bahnbrechenden Malweise die Kunstwelt revolutionierten. In "e;Gelb wie Arsen"e; verschmelzen historische Authentizitat und kriminalistisches Geschick zu einem fesselnden literarischen Erlebnis. Gendarm Edouard Marchais wird zu einem mysteriosen Todesfall gerufen: Der junge Malergeselle Pierre Aumont liegt tot in seinem Atelier in Arles vergiftet, wie es scheint. Die Spuren fuhren in die Kunstlerszene der Provence, wo leidenschaftliche Maler um Anerkennung ringen und die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn verschwimmen. Die Malerpigmente selbst, insbesondere das leuchtende, aber hochgiftige Chromgelb und arsenhaltige Farben, rucken ins Zentrum der Ermittlungen. Der Autor versteht es meisterhaft, die Lebenswelt der Impressionisten zum Leben zu erwecken. Die staubigen Stra en von Arles, die von Leinol und Terpentin durchzogenen Ateliers, die fiebrige Atmosphare kunstlerischer Schaffensprozesse all dies wird mit bemerkenswerter Detailgenauigkeit gezeichnet. Dabei verbindet Faber kunsthistorisches Wissen mit einem ausgeklugelten Kriminalplot, der die Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Die morderischen Geschichten offenbaren die Schattenseiten des Kunstlerlebens: Neid, Rivalitat, verzehrende Obsession und die Bereitschaft, fur die Kunst oder den Ruhm alles zu opieren.