Dass sich die Bedeutung der Gebärmutter nicht nur auf die Funktionen reiner Reproduktion reduzieren lässt, hat sich in den letzten Jahren auch als Einsicht in den medizinischen Fachkreisen etabliert. Kaum ein Gynäkologe und Gynäkologin, die noch laut und offiziell das Gegenteil äußern würden.
Dennoch weisen die statistischen Erhebungen auf, dass von den insgesamt 142.385 Gebärmutterentfernungen in 2007 mehr als 90 % (129.430) aufgrund benigner (gutartiger) Erkrankungen des Uterus vorgenommen wurden. Davon entfallen 86.476 Organentfernungen auf Myom-Befunde. Betroffen waren mit fast 50% Frauen im Alter zwischen 40 und 49 Jahren.
Trotz leicht rückläufiger Tendenz im Vergleich zu den Vorjahren, eine noch immer erschreckend hohe Zahl von Hysterektomien, die im Hinblick auf die inzwischen vorhandenen organerhaltenden Behandlungsalternativen bei Myomen vielfach unnötig sind.
Gerlinde Debus, Chefärztin an der Frauenklinik Dachau und Frauenklinik München-Pasing, zeigt in diesem Buch auf, welche unterschiedlichen Diagnoseverfahren und neuesten organerhaltenden Operationsmethoden betroffenen Frauen heute zur Verfügung stehen und wann eine Gebärmutterentfernung angeraten ist.