In diesem ausfuhrlichen Essay spiegelt sich die heutige Zeit der Moderne an drei Beispielen, als eine der Nutzlichkeit und dem Relativismus unterworfenen und gehorchenden Epoche. Die Spiegelung der noch nicht bewussten und unreflektierten Selbstverstandlichkeiten in 1. unserem Miteinander bei der Suche auf dem Liebesmarkt der Dating-Portale, 2. in der Behandlung von Menschen im Gesundheitswesen der Psychiatrien, der Psychotherapie und der Wunschmedizin, sowie 3. in der zeitgenossischen Politik, machen eine Erneuerung unseres Verstandnisses des Menschlichen auch heute immer wieder erforderlich. Dabei wird die ethische Spiegelung gerade an den Schatten der Zeit ersichtlich, denn dort ist sie, mit ihrem Licht, an ihrer eigentlichen Aufgabe und Aufklarungsarbeit angelangt. Ohne sich als Opfer einer dunklen Zeit zu verstehen, gelangt das ethische Projekt des Menschlichen, in ihre ureigentliche Gegenwartigkeit der Bewusstwerdung von den Schatten und der Widerspruchlichkeit des Noch-nicht-Menschlichen und geht damit den traditionellen Weg der Aufklarung und Wahrheit weiter. Denn es ist einsichtig, dass nur, wer die Wahrheiten der Zeit versteht, Hoffnung vermitteln kann. Und nur wer Erkenntnis sucht, zu Verstehen gelangen kann. Die Mut machende Arbeit dabei, sollte sich fur alle diejenigen lohnen, die den Weg schon ein wenig gehen. Und den anderen, sei der Mut zugesprochen, sich durch die Schatten der Zeit nicht verdunkeln zu lassen. Das immer wieder zu erneuernde Verstehen unserer Menschlichkeit, ist dabei das Licht, das wir selbst hervorbringen mussen. Was auf uns wartet entdeckt zu werden, ist die Ethik eines objektiven und allgemeingultigen Guten, das nicht durch Ideologie, sondern durch bewahrte und fundierte Menschlichkeit verwirklicht werden kann.