Armand-Jean du Plessis, de Richelieu, war ein katholischer franzosischer Aristokrat, Kirchenfurst und Staatsmann. Von 1624 bis zu seinem Tod war er unter Konig Ludwig XIII. als Erster Minister die bestimmende politische Figur in der franzosischen Politik. Das wesentliche innenpolitische Ziel Richelieus war die Starkung der koniglichen Zentralmacht im Sinne des Absolutismus. Dazu bekampfte er innenpolitisch die Sonderrechte der franzosischen Protestanten. Er belie ihnen 1629 im Gnadenedikt von Ales zwar ihre Religionsfreiheit, nahm ihnen jedoch ihre militarischen Sicherheitsplatze, wodurch die Hugenotten als politischer Machtfaktor ausgeschaltet wurden. Im Drei igjahrigen Krieg ging Richelieu ein Bundnis mit dem protestantischen Schweden ein, um die katholische habsburgische Vormachtstellung in Europa zu brechen. Aus denselben Beweggrunden unterstutzte er auch den Aufstand in Katalonien und in Portugal gegen die habsburgische Zentralmacht in Madrid. Nach Richelieus Tod regierte Ludwig XIII. nur wenige Monate selbst, bevor er ebenfalls starb. Im Namen seines noch minderjahrigen Sohnes Ludwig XIV. teilten sich anschlie end sein Bruder Gaston de France, duc d'Orleans, seine Ehefrau, Konigin Anna und Kardinal Jules Mazarin die Macht.