In der Forschungsarbeit wird die Zeitungskommunikation des 18. Jahrhunderts aus sprachwissenschaftlicher Perspektive untersucht. Es wird gezeigt, wie sich das Textsortenrepertoire der Zeitung weiterentwickelt, welche sprachlichen Wandelprozesse stattfinden und wie sich die Zeitung bergreifend allm hlich zu einem Massenmedium entwickelte. Der textlinguistische Zugang auf die Zeitungssprache wird an den relevanten Stellen erg nzt durch einschl gige Erkenntnisse aus der historischen Presseforschung und der linguistischen Kulturanalyse. So wird etwa nachgezeichnet, wie sich die Zeitungsschreiber im Laufe des Jahrhunderts immer st rker von den Einfl ssen der Kanzleisprachen l sten und Formulierungsstrategien etablierten, die auf die Anforderungen des journalistischen Berichtens abgestimmt waren. Mit diesen und weiteren Ergebnissen wird der Versuch angestellt, eine Forschungsl cke der Sprachgeschichtsforschung zu schlie en, in der die Zeitungen des 18. Jahrhunderts bisher lediglich randst ndig untersucht wurden.