Die Diskussion pro und contra Gendern wird meist mit linguistischen oder moralischen Argumenten gef hrt. Das Buch "Die Sterne sehen heut' sehr anders aus" beleuchtet die Debatte zus tzlich aus dem Blickwinkel der Kommunikation. Und hier zeigt sich zweierlei: 1.) Die Gendersprache hat tats chlich Einfluss auf die Wirklichkeit - nur leider nicht so, wie beabsichtigt. Umfragen zeigen: Je mehr gegendert wird, desto st rker wird es abgelehnt. Da Gendern von falschen Vorstellungen ausgeht, wie sich Sprache auf das Zusammenleben auswirkt, kann es die Welt nicht gerechter machen, sondern nur zu Widerspruch reizen. Dieser f r die Kommunikation problematische Effekt wird von Parteien und Unternehmen, die gendern, bisher ignoriert. 2.) Parallel zum forcierten Genderbem hen, Frauen und Nonbin re in der Grammatik "sichtbar" zu machen, verschwinden gesellschaftliche Anliegen von M nnern allm hlich vom Radar. Die Gendersprache dient somit als Vehikel einer umfassenden Feminisierung. In 16 essayistischen Texten umkreist der Band mit zahlreichen Beispielen aus dem t glichen Nachrichtenstrom das Themenfeld Gendersprache und mediale Darstellung von Identit tsthemen.