Am 9. November 1989 fiel die Mauer - und mit ihr eine ganze Geschichte. Doch was wurde eigentlich beendet und was verdrangt? Gabriele Gysi blickt zuruck auf die DDR, nicht verklart, sondern suchend nach Gerechtigkeit im Erinnern. In essayistischen Reflexionen, personlichen Erinnerungen und politischen Beobachtungen stellt sie die Frage, warum der Untergang eines Staates ohne wurdige Beerdigung blieb - und was das uber das vereinte Deutschland sagt. Zwischen Antigone und Shakespeares Welttheater analysiert sie die Inszenierungen von Macht, Medien und Moral. Was wurde aus der Hoffnung auf Frieden, die beide deutsche Staaten nach dem Krieg verband? Was bedeutet es, wenn Vergangenheit nur noch als Feindbild dient? Ein leidenschaftliches, klarsichtiges Buch uber Erinnerung, Verantwortung - und die ungeloste deutsche Frage.