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Die moralische Bedeutung der Unaufrichtigkeit. Versuch einer ethischen Deutung Sartres
Die moralische Bedeutung der Unaufrichtigkeit. Versuch einer ethischen Deutung Sartres
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Die moralische Bedeutung der Unaufrichtigkeit. Versuch einer ethischen Deutung Sartres

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Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts, Note: 1,0, Universitat Trier, Sprache: Deutsch, Abstract: Es ist zwar moglich, dass es sich bei Unaufrichtigkeit um eine vernunftige Strategie handelt, um gewissen Problemen aus dem Weg zu gehen und dadurch einen Grad an Handlungsfahigkeit zu wahren, doch in vielen Fallen geht diese mit einer Verleugnung der eigenen Verantwortung einher. In der folgenden Arbeit soll die These uberpruft werden, ob es sich aus diesem Grund bei dieser Art der Konfliktvermeidung um ein moralisches Problem handelt. Es wird versucht, dieses Problem auf Grundlage der von Sartre definierten Begriffe Verantwortung"e; und Unaufrichtigkeit"e; sowie, fur das Verstandnis der anderen beiden unerlasslich, Freiheit"e; zu skizzieren. Die Erklarung der einzelnen Komponenten dieses Dreigestirns erfolgt in den Kapiteln zwei und drei. In Kapitel vier wird versucht, die zuvor gewonnen Erkenntnisse aufeinander zu beziehen und die aufgestellte These des moralischen Problems der Unaufrichtigkeit abschlieend zu verifizieren oder widerlegen. Es wird anschlieend auf einige Probleme eingegangen, die mit dem Versuch eine existentialistische Ethik aufzustellen verbunden sind. Jean-Paul Sartre fuhrt den Begriff der Unaufrichtigkeit (mauvaise foi) in Das Sein und das Nichts als analytische Kategorie ein, um auf ihrer Grundlage Aussagen uber das Sein der menschlichen Realitat treffen zu konnen. Sie wird, neben dem Begriff der Freiheit, zu einem der zentralsten Themen seiner Philosophie. Auch wenn eine ethische Deutung des Begriffs zunachst naheliegend erscheint, distanzierte sich Sartre selbst davon, dass Unaufrichtigkeit als moralischer Terminus benutzt wird, was sicher an seiner ursprunglich analytischen Verwendungsweise liegt. Die obigen Beispiele sowie einige Passagen in Das Sein und das Nichts scheinen dies jedoch zu widerlegen. Sartre bettet den Begriff der Unaufrichtigkeit in moralisch gehaltvolle Situationen ein und argumentiert an verschiedenen Stellen fur eine Uberwindung dieses Zustandes. Wahrend der franzosische Existentialismus fur sich beansprucht, eine lebensnahe, konkrete Philosophie zu sein, hat Sartre es nicht geschafft, eine eigene Moralphilosophie zu entwickeln. Ausgangspunkt fur eine solche konnte, uber den analytischen Hintergrund hinwegsehend, die Unaufrichtigkeit sein.
ISBN
9783346786807
Kieli
saksa
Julkaisupäivä
4.1.2023
Kustantaja
GRIN Verlag
Formaatti
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