Das koreanische Rechtssystem enthalt einen nichtendlichen, amorphen Aspekt, der sich nicht klar identifizieren lasst - und dennoch Teil jeder Rechtsordnung ist. Jurist:innen sollten ihn nicht verdrangen, sondern als integralen Bestandteil des Rechts verstehen und in ihre Praxis integrieren. Es reicht nicht, objektive Bedeutungen aus Gesetzen zu extrahieren - wichtig ist, das Gesetz aktiv und bewusst zu gestalten. Ein ausgewogener Rechtsansatz berucksichtigt sowohl geschriebenes als auch ungeschriebenes Recht. Er eroffnet einen demokratischen Diskurs daruber, welches Recht im Einzelfall als grundlegend gelten soll - besonders dort, wo Unterdruckung droht. Der Prozess bleibt offen, normativ, kreativ - wichtig fur ein lebendiges Rechtssystem.Mit Beitragen vonProf. Dr. Su Gil Ahn | Prof. Dr. Joon Kyu Choi | Prof. Dr. Doo Hyun Kong | Prof. Dr. Wu Ye Kang | Dr. Bum Jin Kim | Prof. Dr. Young Whan Kim | Prof. Dr. Hyun Jung Lee | Dr. Hyun Kyung Lee | Prof. Dr. Kye Il Lee | Prof. Dr. Seong Bum Lee