In seinem grundlegend neuem Buch interpretiert Agell Nietzsches veroffentlichtes Werk im Licht von Briefen und Arbeitsnotizen, Lekturen und Einflussen. Er zeichnet das Bild eines leiden-schaftlichen Denkers, der bereits fruh unter dem Einfluss F.A. Langes die Begrenzungen der Erkenntnis als entscheidendes Problem des Menschen erkennt. In Folge der nachkantischen Tragodie der Erkenntnis ist Nietzsche der Uberzeugung, das Dasein sei nur durch die Kunst gerechtfertigt und sinnvoll, wobei er zur Kunst der Fruhantike, zur ekstatisch-kathartischen Kunst des Tanzers, des Musikers und des Rhapsoden zuruckkehrt. In einem gross angelegten rezeptions-geschichtlichen Uberblick nimmt Agell ausserdem eine kritische Bewertung der Nietzscheinterpretationen Heideggers und Derridas vor.