Wo befinden sich Farben? An Gegenstanden, im Bewusstsein oder woanders? Seit dem 17. Jahrhundert diskutiert die Philosophie die Frage, wo sich Farben befinden und was sie sind. Wahrend Farbobjektivisten behaupten, Farbe befinde sich klarerweise am Gegenstand und sei eine physikalische Eigenschaft (bspw. eine bestimmte Oberflacheneigenschaft des Gegenstandes), verteidigen Farbsubjektivisten die Auffassung, Farben seien im Bewusstsein und ausschlielich phanomenale Qualitaten (so wie Schmerz). Diese kontraren Auffassungen werden im 20. Jahrhundert durch die Phanomenologie in Frage gestellt: Farben befinden sich nicht an Gegenstanden oder im Bewusstsein, sondern dazwischen. Wie dieses dazwischen"e; zu verstehen ist, wird anhand solcher Autoren wie Husserl, Katz, Merleau-Ponty und Murata deutlich. Unsere Auffassung, was Farben sind, bedarf aufgrund ihrer phanomenologischen Beschreibungen einer Revision.