Soziale Medien lenken nicht nur ab, sondern verletzen auch - so die zentrale These von Geert Lovink. Er bezeichnet die vorherrschende Gefuhlslandschaft im digitalen Raum als Copium, ein metaphorisches Opiat, das die Nutzer*innen betaubt, die in Endlosschleifen von Scrolling, Untergang und Ablenkung gefangen sind. Die gegenwartige Verfassung des Internets ist ein Zustand der Permakrise, in der Stagnation, Wut, Erstarrung, algorithmische Manipulation, KI-Slop und Technofeudalismus den Alltag bestimmen. Umso dringender braucht es diesen Appell zum kollektiven Ruckzug aus den Sozialen Medien, der gleichzeitig dazu aufruft, die digitale Mundigkeit zu bewahren.